08.02.2024

800 Menschen beim Science Slam für die Hirnstiftung

Science Slam „Geistesblitze“ 2024 © Deutsche Hirnstiftung

Eine Gala des Wissens, ein Rockkonzert der Wissenschaft – so nannte der begeisterte Moderator Rainer Holl Anfang Februar den „Geistesblitze“ Science Slam über das Gehirn. In der ausverkauften Volksbühne Berlin stellten dabei vier junge Menschen ihre Forschungsarbeiten rund um Hirn und Nerven vor.

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Den Auftakt machte Dr. Niels von Wardenburg (Charité Berlin) mit seinem Slam „Medizinischer Fortschritt in drei Akten“. Er zeigte, wie autoimmune Hirnentzündungen möglicherweise durch genetisch veränderte Immunzellen geheilt werden können.

Auf ihn folgte Marie Beaupain (Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund) und ihrem Slam „Dopamin & Elektroschocks – Es wird stimulierend fürs Gehirn“. Ihre Forschungsfrage: Wie lassen sich leichte elektrische Reize und Dopamin nutzen, um Lernprozesse im Gehirn zu untersuchen.

Slam-Gewinnerin Dr. Julia Bungenberg © Deutsche Hirnstiftung

Von Elektroschocks und Corona-Spätfolgen

Nach der Pause ging es weiter mit Valeria Pesara (Universitätsklinikum Essen) mit „Eine Ode ans Hirn“. In Gedicht-Form reimte sie, wie man zukünftig nach einem Schlaganfall Nervenzellen und Nervenfasern vor dem Absterben bewahren könnte.

Die vierte im Bunde und Gewinnerin des Science Slams war Dr. Julia Bungenberg (Uniklinik RWTH Aachen) zum Thema „LONG COVID – eine unSICHTBARe Krankheit?“ Sie widmete sich der Frage, was wir heute schon über die Entstehung von Spätfolgen nach einer Corona-Erkrankung sagen können.

Hirn und Helm

„Unser Gehirn ist ein faszinierendes Organ und die Forschung dazu entwickelt sich rasant, wie wir heute Abend auf sehr unterhaltsame Weise gesehen haben“, sagt Prof. Dr. Frank Erbguth, der unter der launigen Überschrift „The brain needs protection – Hirn und Helm“ außer Konkurrenz am Slam teilnahm.

Erbguth ist Präsident der Deutschen Hirnstiftung, zu deren Gunsten der Science Slam war. „Wir danken sehr herzlich allen Gästen und Engagierten, die diesen Abend für uns möglich gemacht haben“, so Erbguth.

Große Spende für Forschung und Patientenberatung

Schon in den vergangenen Jahren hatte der Slam-Veranstalter, die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), die Hirnstiftung als unterstützenswerte Organisation ausgesucht. 2023 kamen so 4.000 Euro auf das Konto der Stiftung.

Prof. Dr. Frank Erbguth bei seinem Slam „The brain needs protection“ © Deutsche Hirnstiftung

Die Organisation fördert mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen Forschungsprojekte und berät Neurologie-Patientinnen und -Patienten kostenfrei zu Vorsorge, Diagnosen und modernen Behandlungsmöglichkeiten. Auch der Erlös und die Spendensumme aus dem diesjährigen „Geistesblitze“ Science Slam werden demnächst feststehen.

Gemeinsam für Hirngesundheit

Das Geld für Forschung und Patientenberatung kann die Hirnstiftung gut brauchen. Denn „Gehirn- und Nervenerkrankungen sind immer noch Todesursache Nummer drei nach Krebs und Herzkrankheiten“, erklärt Erbguth. „Die Deutsche Hirnstiftung engagiert sich daher bundesweit für mehr Hirngesundheit, damit Erkrankte ein längeres und selbstbestimmtes Leben führen können.“

Mehr als 800 Spenderinnen und Spender und fast 400 Mitglieder fördern die Sache der Hirnstiftung bereits, darunter viele neurologische Praxen und Kliniken. „Bitte unterstützen Sie uns auch,“ rief der Hirnstiftungspräsident daher am Ende seines humorvollen Slam-Beitrags alle anwesenden Gäste auf.


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Haben Sie neurologische Fragen? Wir beraten Betroffene kostenfrei online und am Telefon. Mitglieder der Deutschen Hirnstiftung werden bevorzugt beraten. Bitte wenden Sie sich dazu an: info@hirnstiftung.org oder 030 531 437 936 (Mo-Fr, 10-14 Uhr).

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