14.05.2021

Kopfschmerzen nach Corona: Was kann man dagegen tun?

Kopfschmerzen sind eine häufige Nachwirkung von Corona. Wie andere Spätfolgen der Infektion können sie länger anhalten, verschwinden dann aber meistens von selbst. Die Deutsche Hirnstiftung beantwortet Fragen, was man bis dahin tun kann.

Was lässt sich gegen Kopfschmerzen nach Corona machen?

Zunächst ist wichtig: Kopfschmerzen können unterschiedlichster Art und Ursache sein und müssen nicht von der Corona-Infektion herrühren. Sie sollten daher versuchsweise Schmerzmedikamente einnehmen, aber nicht länger als eine Woche am Stück. Wenn der Kopfschmerz von den Medikamenten in ausreichender Dosierung nicht besser wird, sollten Sie zum Hausarzt gehen. Bevor Sie das tun, ist es hilfreich, wenn Sie einige Fragen zu Ihrem Kopfschmerz beantworten können: Wann tritt er auf, wie lange hält er an, wird er durch etwas verstärkt oder gemildert? Gibt es Begleitsymptome? Haben Schmerzmedikamente geholfen und wenn ja, in welcher Dosierung?

Woher kommen die Kopfschmerzen nach Corona und wie lange dauern sie an?

Die Ursachen von Kopfschmerzen nach einer Corona-Infektion sind noch nicht ausreichend bekannt. Allerdings berichten viele Patienten im Rahmen der Infektion und auch noch Wochen danach von Kopfschmerzen, manchmal sogar als einziges Symptom überhaupt. Bei der Dauer ist bekannt, dass eine verlängerte Erholungszeit nach der Infektion besteht, die meisten Symptome aber spätestens zwölf Wochen danach nicht mehr vorhanden sind.

Muss ich chronische Folgen von Kopfschmerzen nach Corona befürchten?

Generell erstmal nein, aber das ist natürlich sehr abhängig vom individuellen Verlauf. Viele Folgeerscheinungen von Corona bessern sich bereits in den ersten acht bis zehn Wochen nach der Infektion deutlich. Bestehen Symptome aber länger als zwölf Wochen nach der Infektion sollte weitergehend untersucht werden, ob der Kopfschmerz andere Ursachen haben könnte.

Haben Sie weitere Fragen zu Corona? Wir beraten Patienten und Angehörige neutral und kostenfrei im Online-Chat und am Expertentelefon. Mehr zu unseren Beratungsangeboten.

Die obigen Fragen beantwortete Frau Dr. Christiana Franke, Schriftführerin im Vorstand der Deutschen Hirnstiftung. Sie ist Oberärztin in der Klinik für Neurologie an der Charité-Universitätsmedizin in Berlin und leitet dort die Long-Covid-Ambulanz.

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