Eine Diagnose wie Demenz wirft viele Fragen auf: Was bedeutet die Erkrankung für mich? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Was kann ich selbst tun? Und wo finde ich verlässliche Informationen, auf die ich mich wirklich verlassen kann?
Genau hier setzt die Patientenleitlinie Demenzen an. Sie soll Menschen mit einer Demenzerkrankung und ihren Angehörigen dabei helfen, medizinische Informationen zu verstehen, unterschiedliche Möglichkeiten einzuordnen und gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten gute Entscheidungen zu treffen.
Eine Patientenleitlinie übersetzt wissenschaftliche Erkenntnisse und medizinische Empfehlungen in eine Sprache, die sich am Alltag und an den Fragen von Patientinnen und Patienten orientiert. Sie möchte dabei nicht vorschreiben, was im Einzelfall zu tun ist. Vielmehr soll sie Orientierung geben und dabei unterstützen, die eigene Behandlung aktiv mitzugestalten.
In unserem heutigen Vortrag möchten wir deshalb zunächst genauer hinschauen: Wie ist die Patientenleitlinie Demenzen entstanden? Was kann sie leisten? Und vor allem: Wie können Patientinnen und Patienten sie für sich nutzen?
Anschließend greifen wir zentrale Fragen auf, die sich auch in der Leitlinie wiederfinden: Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es heute – und was ist von neuen Therapien zu erwarten? Was kann im Alltag mit einer Demenzerkrankung helfen, und wie können Angehörige und das persönliche Umfeld unterstützen? Und schließlich: Was können wir selbst tun, um unser Demenzrisiko zu beeinflussen?
Die Online-Veranstaltung wird ca. 1,5 Stunden dauern.
Programm
Prof. Dr. Frank Erbguth, Präsident der Deutschen Hirnstiftung: Begrüßung und kurzes Intro: warum Patient*innen Leitlinien wichtig sind
Dr. Nils Diogo Nellessen, Oberarzt Evangelische Stiftung Tannenhof, Klinik für Psychiatrie: Vorstellung der Patient*innen Leitlinie „Demenzen“ – Wie ist sie entstanden? Wie liest man sie? Was ist das besondere?
Prof. Dr. Kathrin Reetz, geschäftsführende Oberärztin an der RWTH Aachen und Präsidentin der Deutschen Hirnstiftung: Behandlungsmöglichkeiten bei Demenz – was sind bewährte Ansätze und was bieten die neuen Therapien
Dr. Nils Diogo Nellessen, Oberarzt Evangelische Stiftung Tannenhof, Klinik für Psychiatrie: Leben mit der Erkrankung im Alltag – auf was muss ich achten? Wie kann mein Umfeld mir helfen?
Prof. Kathrin Reetz und Anne Katrin Pawelzik, Geschäftsführerin der Deutschen Hirnstiftung: Prävention wirkt! Mehr Infos zur gemeinsamen Kampagne von DGN & Hirnstiftung
Im Anschluss: Zeit für Ihre Fragen
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