Ihre Forschungsergebnisse zur Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) hat die Münchnerin Luise Eckardt im Oktober in Japan vorgestellt. Unterstützt wurde sie dabei von der Hirnstiftung.

NMOSD ist eine Autoimmunerkrankung, die das Gehirn und das Rückenmark betrifft. In ihrem Projekt beschäftigt sich Eckardt mit der Frage, wie die Krankheit entsteht. Die Forscherin ist seit 2022 an der Klinik für Neurologie der TU München als Assistenzärztin tätig und seit 2023 in der dortigen Arbeitsgruppe „Experimentelle Neuroimmunologie“ aktiv.

Angriff gegen ein bestimmtes Eiweiß

Bei einer Autoimmunerkrankung greift das Immunsystem fälschlicherweise den eigenen Körper an. Im Fall von NMOSD richtet sich dieser Angriff gegen ein bestimmtes Eiweiß namens Aquaporin-4. Man weiß bereits, dass dabei Abwehrstoffe im Blut – sogenannte Antikörper – eine wichtige Rolle spielen. Weniger gut verstanden ist jedoch, welche Rolle spezielle Immunzellen haben, sogenannte T-Zellen.

Die Münchnerin erforscht, was mit den Aquaporin-4-spezifischen T-Zellen im Körper passiert und wie sie sich unter unterschiedlichen Bedingungen verhalten – zum Beispiel, wenn die natürlichen Schutzmechanismen des Immunsystems funktionieren oder eben nicht. Die Ergebnisse hat beim 17. Internationalen Kongress der International Society of Neuroimmunology 2025 in Chiba, Japan, vorgestellt.

Dank an die Hirnstiftung

„Ich bin sehr dankbar, dass ich meine Daten in diesem internationalen Setting vorstellen durfte und dass die Hirnstiftung mich dabei unterstützt hat“, sagt Eckardt. Es sei ein toller Kongress mit spannenden Vorträgen, interessanten Gesprächen und regen Diskussionen gewesen. „Wir hatten sogar die Ehre, einen Vortrag des diesjährigen Nobelpreisträgers zu hören.“

Mehr erfahren: NMOSD

Spenden Sie ein Kongress-Stipendium!

Mit Ihrer Hilfe können wir unsere Unterstützung neurowissenschaftlicher Nachwuchskräfte dauerhaft ausweiten. Ab einer Spende von 200 Euro stellen wir gerne eine Spendenbescheinigung aus.

Jetzt für geförderte Kongressteilnahme bewerben

Die Deutsche Hirnstiftung unterstützt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit 200 Euro aus erhaltenen Spenden dabei, ihre Forschung auf internationalen Kongressen zu präsentieren und sich zu vernetzen. Interessierte erfahren hier mehr zur Unterstützung für eine aktive Kongress-Teilnahme.