Jeder fünfte Mensch in Deutschland leidet unter Migräne. Mit dem Motto „Wie ein tosendes Gewitter im Kopf“ und der 36-jährigen Betroffenen Veronika will die Hirnstiftung zeigen, dass es wirksame Therapien dagegen gibt. Veronika, die selbst Ärztin ist, leidet schon ihr ganzes Leben unter starker Migräne – und hat dank der Neurologie ihren Weg aus den Schmerzen gefunden.
Veronikas Geschichte ist Teil unserer Kampagne „Gehör für die Neurologie“, mit der wir auf neurologische Krankheiten, ihre Behandlungsmöglichkeiten und die kostenfreie Patientenberatung der Hirnstiftung aufmerksam machen möchten. Hier erfahren Sie mehr von Veronika im Interview und weiter unten im Video.
Neurologisch erkrankt? Wir beraten Sie: ☎️ 030 531437935 (Mo 14-18, Mi 10-14 Uhr, kostenfrei) oder onlineÖffnet in neuem Tab
Veronika, wann fing deine Migräne an?
Die Migräne ging mit sieben Jahren ungefähr los. Ich hatte immer starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit. Das hat sich dann zunehmend gesteigert. Am Anfang hatte ich circa vier bis sechs Migräneattacken im Monat. Später waren es rund zehn und im Studium teilweise 15 bis 20 Anfälle. Da hat man keine Lust mehr. Irgendwann kann man einfach nicht mehr und mag manchmal auch nicht mehr leben.
Was passierte dann?
Zu Universitätszeiten bin ich dann in der Migräneambulanz gelandet. Da haben wir mit den ersten medikamentösen Prophylaxen angefangen. Neben einem Betablocker habe ich viele andere Mittel getestet. Damit war es dann relativ stabil bei zehn Anfällen pro Monat. Aber den Durchschlag hat es nicht gebracht.
Doch dann kam der Wendepunkt?
Ja, im Januar 2021. Da habe ich sogenannte Migräne-Antikörper bekommen. Die blockieren die Botenstoffe, die die Migräne auslösen. Da gingen die Anfälle wirklich massiv zurück und ich war anfangs bei zwei bis vier Anfällen pro Monat. Das war Erleichterung pur und ich hatte das erste Mal Lebensqualität. Ich konnte Sport machen und allein dadurch habe ich die Migräne schon besser im Griff.
Wir helfen Betroffenen bei Fragen
Bei der Deutschen Hirnstiftung finden Menschen wie Veronika schnelle und unbürokratische Hilfe. Dazu gibt es unsere kostenfreie medizinische Telefon- und Online-Beratung zu neurologischen Diagnosen und empfohlenen Therapien. Denn oft bleibt im medizinischen Alltag nicht genug Zeit, um Fragen dazu ausführlicher zu beantworten.
Also hat die Therapie dein Leben verändert?
Ja, grundlegend. Also auch arbeitstechnisch. Ich arbeite im Krankenhaus, zu dem Zeitpunkt teilweise in der Notaufnahme. Da kriegt man manchmal nichts zum Essen und zum Trinken. Das ist ganz, ganz schwierig für Migränepatienten. Aber auch da hatte ich durch die Antikörper keine Anfälle.
Warum unterstützt du die Deutsche Hirnstiftung bei der Kampagne?
Ich bin total dankbar für die Antikörper-Therapie. Das ist sicherlich ein Grund, warum ich die Deutsche Hirnstiftung unterstütze. Ich finde Forschung für neue Therapien sehr wichtig und auch die Aufklärungsarbeit darüber. Als Ärztin erlebe ich oft, dass Betroffene nicht über ihre Kopfschmerzen sprechen und nicht an den richtigen Ansprechpartner kommen. Kampagnen wie die der Deutschen Hirnstiftung sind wichtig, damit schon beim Allgemeinarzt ankommt, was bei der Behandlung von Migräne möglich ist, oder der Patient es selber erfährt.
Veronika und ihre Geschichte im Video:
Mehr zur Kampagne „Gehör für die Neurologie“
Die Neurologie macht rasante Fortschritte und viele Krankheiten lassen sich heute gut behandeln. Das will die Deutsche Hirnstiftung mit ihrer bundesweiten Kampagne „Gehör für die Neurologie“ zeigen und dabei ihr Beratungsangebot noch breiter bekannt machen.
In der Kampagne legen wir den Fokus auf drei neurologische Themenbereiche, die Millionen von Menschen jedes Jahr betreffen: Migräne, Schlaganfall und Schädel-Hirntrauma. Unterstützen Sie uns dabei!
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Machen Sie mit!
Praxen und Kliniken können Plakate zu den Themen Migräne, Schlaganfall und Schädel-Hirntrauma in ihren Räumen aufhängen und Postkarten dazu auslegen. Sie machen damit ihre Patientinnen und Patienten auf diese Krankheiten, ihre Behandlungsmöglichkeiten und unser kostenfreies Angebot aufmerksam. Sie können die Materialien der Kampagne als Starterpaket kostenfrei bestellen.
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Es gibt eine Reihe weiterer Möglichkeiten zum Mitmachen – vom Verteilen unserer Infoblätter zu neurologischen Krankheiten bis hin zu einer Spende oder Mitgliedschaft. Mit Ihrem Engagement für die Deutsche Hirnstiftung werden Sie Teil einer starken Gemeinschaft, die die Zukunft der Neurologie verändern will.
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