Bei einem internationalen Kongress in Berlin hat die Bochumerin Laura Josephine Bubenzer Anfang September Forschungsergebnisse zur Schmerzverarbeitung bei Polyneuropathie-Erkrankten vorgestellt. Unterstützt wurde sie dabei von der Hirnstiftung.
Wie verarbeitet der menschliche Körper Schmerz bei Nervenerkrankungen? Und inwieweit kann unser eigenes Nervensystem Schmerzen selbst regulieren? Fragen wie diesen ist Bubenzer im Rahmen ihrer Doktorarbeit am Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum wissenschaftlich nachgegangen.
Schmerzverarbeitung bei Polyneuropathie-Erkrankten
Im Fokus der Forschung stand die sogenannte Polyneuropathie – eine Erkrankung, bei der mehrere Nerven im Körper, meist in Armen und Beinen, geschädigt sind. Viele Betroffene leiden unter Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder Kribbeln. Wie der Körper in solchen Fällen auf Schmerzreize reagiert und ob die natürliche Schmerzhemmung funktioniert, war Gegenstand der Untersuchung.
Gestörte Signalweiterleitung in den Nerven
Das Ergebnis: Während die Erkrankten im Vergleich zu gesunden Personen verzögerte Reaktionen auf Schmerzreize zeigten, blieb die Fähigkeit zur körpereigenen Schmerzregulation größtenteils erhalten.
Dies deutet darauf hin, dass die veränderte Schmerzverarbeitung bei Polyneuropathie eher auf eine gestörte Signalweiterleitung in den Nerven zurückzuführen ist – nicht auf eine grundlegende Störung der Schmerzhemmung im Gehirn. Die Studie leistet einen Beitrag zum besseren Verständnis chronischer Schmerzen bei Nervenerkrankungen.
Inspiration für die Weiterentwicklung in der Forschung
„Ich danke der Hirnstiftung für die freundliche Unterstützung“, sagt Bubenzer. „Die Teilnahme am Kongress war für mich eine gute Gelegenheit, meine Ergebnisse mit Fachkolleginnen und -kollegen zu diskutieren. Ich habe wertvolles Feedback erhalten und konnte mein wissenschaftliches Netzwerk im neurologischen Umfeld weiter ausbauen. Zusammen war alles eine Inspiration für meine persönliche Weiterentwicklung in der Forschung.“
Mehr erfahren: Polyneuropathie

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